Ina Viebahn auf Studienreise in Indien und Nepal, Reisebericht Teil 2 – NECO-Waisenhaus

Was Ina Viebahn bei ihrem Besuch im Waisenhaus NECO alles erlebte, können Sie in diesem umfassenden Reisebericht nachlesen. Im Waisenhaus NECO werden zurzeit 32 Kinder ohne Eltern betreut oder nur mit einer Mutter, die aber nicht in der Lage ist, für das Kind zu sorgen. Sie stammen aus ganz Nepal. NECO hat sehr viele Anfragen von privat oder von der Regierung, kann aber natürlich nicht alle aufnehmen. Es wird sehr streng geprüft, ob wirklich keine Verwandten da sind, die für die Kinder sorgen können. Nur Kinder, die wirklich ohne Unterstützung sind, werden aufgenommen. Sind mehrere Brüder oder Schwestern betroffen, werden alle aufgenommen, damit die Geschwister nicht auseinander gerissen werden.

10 Mitarbeiter kümmern sich in Voll- oder Teilzeit um die Kinder. 2 Boards (eines in Nepal und eines in den USA) bestehend aus jeweils 9 Mitgliedern leiten NECO.

Alle Kinder besuchen Schulen in der näheren Umgebung des Waisenhauses. Kinder, die die Schule abgeschlossen haben, werden bei ihrer Berufsausbildung unterstützt.

Neben den festen Mitarbeitern unterstützen auch immer wieder Volontäre die Arbeit von NECO. Volontäre sind Jugendliche aus der ganzen Welt, die sich entschließen für einige Wochen oder Monate im Waisenhaus mitzuhelfen. Für die gesundheitliche Versorgung der Kinder muss NECO das normale staatliche Gesundheitssystem nutzen und auch den vollen regulären Preis dafür bezahlen. Auch psychologische Hilfe wird den Kindern gegeben (im Waisenhaus oder auch außerhalb), wenn das nötig ist.

Die Kinder bekommen Frühstück und Abendessen im Waisenhaus, mittags werden sie in der Schule versorgt. Sie helfen etwas bei häuslichen Aufgaben z.B. in der Küche mit, müssen aber nicht regelmäßig arbeiten, da sie erst kurz vor 5 aus der Schule kommen und dann nach Hausaufgaben auch noch etwas Freizeit haben sollen.

Ramesh ist der Manager des Waisenhauses. Er hat selbst seinen Vater bei einem Attentat maoistischer Terror-Osten verloren und ist den Kindern ein wunderbarer, liebevoller Vaterersatz. Bei ihm spürt man, dass er diese Aufgabe aus Berufung und mit vollem Einsatz leistet. Gefragt, was sein Traum bezüglich NECO in der Zukunft ist meint er: Er will, dass die Kinder in NECO glücklich sind und dass sie ihre Eltern nicht  so vermissen. Er träumt davon,  NECO zum leuchtenden Vorbild für ganz Nepal zu machen.

Durch die Beben 2015 wurde ein Trakt des Waisenhauses völlig zerstört und viele Kinder verloren ihre Schlafstätten. Provisorisch wurden sie für einige Monate in einem Stall untergebracht, bis ein neues Gebäude errichtet werden konnte. Der Neubau hat leider alle finanziellen Polster aufgebraucht, teilweise leidet nun die Ernährung der Kinder unter der angespannten finanziellen Lage. Daher kam Herr Babel Sutter (Österreich, Graz) auf Biogena zu und bat um Unterstützung in Form eines Multivitamin- und Mineralstoffpräparates.

Ich konnte im Reisegepäck für NECO nicht viel mitnehmen: Lediglich eine Tasche englischsprachiger Bilder- und Kinderbücher für die kleine Bibliothek und einen Monatsvorrat Multispektrum für die Kinder.

In NECO hatte ich das Gefühl in einer Oase anzukommen. Ruhe, Geborgenheit und Fröhlichkeit scheinen an diesem Platz zu wohnen. Die Kinder wirkten alle gesund, in sich ruhend, selbstbewusst und fröhlich. Blumen und ansprechende Gestaltung der Gebäude schaffen eine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Ich denke, diese 32 Kinder haben ein unbeschreibliches Glück, trotz des Verlustes ihrer Eltern an so einem Ort aufwachsen zu dürfen.

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NECO-logo

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